Abschiebung
Handlungsoptionen für Sozialarbeitende
Sollte eine Familie von einer Abschiebung bedroht sein, ist es wichtig, sich rechtliche und möglichst kostenlose Beratung zu holen und verschiedene Möglichkeiten abzuwägen. Eine Abschiebung stellt immer auch ein stark belastendes und potenziell traumatisierendes Ereignis besonders für die Kinder dar. Adressen zu allgemeinen Beratungsstellen zum Thema Asylverfahren finden Sie in der Suchfunktion Beratungsstellen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter folgenden Suchbegriffen:
Kinder (bis 18 Jahre) dürfen nicht von ihren Eltern und Geschwistern getrennt werden. Dem Sozialdienst sollte möglichst eine Liste von Rechtsanwälten vorliegen, die in diesem Fall zu kontaktieren sind. Bei einem gescheiterten Abschiebeversuch sollten Sie immer die betroffenen Bewohner*innen informieren. Dann können diese sich vor einem erneuten Abschiebeversuch rechtliche Hilfe holen.
Falls die betroffene Person nicht im Zimmer ist, müssen Sie keine Angaben über den Aufenthaltsort geben (Sie dürfen aber keine falschen Aussagen machen).
Es gibt von den unterschiedlichen Flüchtlingsräten der Länder mehrere Schreiben zu Handlungsoptionen für Sozialarbeiter. Da sich die gesetzlichen Regelungen immer wieder ändern, ist es wichtig, auf aktuelle Ressourcen zurückzugreifen. Es lohnt sich, bei den Flüchtlingsräten nachzuschauen.
So gibt es beispielsweise Handreichungen des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt und des Hessischen Flüchtlingsrates von 2021.
Viele Hinweise sind weiterhin nützlich, auch wenn sich rechtliche Rahmenbedingungen geändert haben.
Beratungsstellen Ausreise
Allgemeine Informationen über Beratungsstellen und (Förder-)Möglichkeiten finden Sie auf der Website „returningfromgermany“ – eine gemeinsame Website von International Organization of Migration und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – sowie auf der Website „startfinder“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Speziell für Frauen in Not bietet SOLWODI Beratung und Unterstützung an. Generell empfehlen wir, eine unabhängige Beratungsstelle mit ergebnisoffenem Beratungskonzept aufzusuchen.
Information zu den Möglichkeiten der Weiterwanderung in die USA, Kanada und Australien bietet das Raphaelswerk der Diakonie.