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Praxis-Tipp

Anti-Mobbing

Mobbing bezeichnet ein wiederholtes und gezieltes Herabwürdigen einer Person über einen längeren Zeitraum hinweg, wobei ein deutliches Machtungleichgewicht zwischen den Beteiligten besteht. Häufig verortet man Mobbing in den schulischen Kontext, dies muss aber keinesfalls darauf begrenzt sein.

Mobbing ist keine Einzelhandlung oder ein bloßer Konflikt, sondern ein systematischer Prozess, der erhebliche psychische und soziale Folgen haben kann. Gerade in gemeinschaftlichen Wohn- und Lebenssettings stellt Mobbing eine ernstzunehmende Belastung für das Zusammenleben dar. In besonders schwerwiegenden Fällen kann Mobbing sogar zu Kindeswohlgefährdungen führen. Wichtig ist daher, dass Mobbing frühzeitig als solches erkannt wird und Betroffene Unterstützung erfahren.

In Deutschland gibt es eine Reihe von bundesweit aktiven Anlaufstellen, Unterstützungsangeboten und Präventionsprogrammen gegen Mobbing, die Betroffene, Eltern und Fachkräfte kostenlos und niedrigschwellig beraten. 

Auf der Ebene der schulischen Prävention und frühzeitigen Förderung eines respektvollen Miteinanders ist das Bundesprogramm Respekt Coaches/Anti-Mobbing-Profis - BMBFSFJ zu nennen. Dieses vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Programm setzt auf pädagogische Fachkräfte, die bundesweit an Schulen tätig sind und mit Workshops, Gruppenangeboten und Projekten an einem respektvollem Klassenklima arbeiten. 

Herausfordernd ist es, Beratungsstellen zu finden, die Unterkünfte für Geflüchtete im Bereich Anti-Mobbing unterstützen. Es lohnt sich bei Beratungsstellen nachzufragen, ob auch Inventionsmaßnahmen in Unterkünften möglich sind. Gute Erfahrungen haben wir mit der in Berlin tätigen Organisation Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH gesammelt, die sich bereit erklärt hat, Unterkünfte in diesem Bereich zu unterstützen und verschiedene Maßnahmen hierzu anbietet. 

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